Die Allgemeine Bürgerschützengesellschaft während der Weltkriege

Rundschreiben bezüglich der Eingliederung der Allgemeinen Bürgerschützengesellschaft in die Stadtgemeinschaft Bottroper Schützenvereine und Antworten der Kompanien.

Nach dem letzten Schützenfest im Jahr 1911 ging die Tradition der Bottroper Schützenfeste in den Wirren des ersten Weltkriegs und dem damit verbundenen Umbruch in Deutschland, dem Übergang vom Kaiserreich zur Weimarer Republik, unter.

Erst nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen fand im Jahr 1927 erneut ein Schützenfest statt, was nicht ohne Kritik blieb. Auch in den Folgejahren verhinderten gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Turbulenzen erneut das Feiern von Schützenfesten. Nur in den Jahren 1934 und 1937 wurde wieder auf den Vogel geschossen.

Gleichzeitig wurde, mit der Machtergreifung der NSDAP, der Druck auf die Bottroper Schützenvereine erhöht, sich zu einer gemeinsamen Organisation zusammenzuschließen. Dieses Ansinnen fand bei den Schützen der 1. und 2. Kompanie keine Gegenliebe, während der Vorsitzende Dr. Ewald Heger sowie die 3. Kompanie der Ansicht waren, nur so den Fortbestand der Allgemeinen Bürgerschützengesellschaft sichern zu können. Einige Rundschreiben aus dieser Zeit sind uns noch erhalten und rechts abgebildet.

Nach 1937 fanden keine weiteren Schützenfeste mehr statt und nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Gesellschaft von der britischen Militärregierung als halbmilitärische Organisation aufgelöst (gemäß Kontrollratsgesetz Nr. 34).